Vom Krankenhausbett ins härteste Enduro-Rennen der Welt

die unglaubliche Reise des Stefan Oberngruber 

Es ist eine dieser Geschichten, die man zweimal lesen muss, um sie zu glauben. 
Ein junger Mann aus dem Mühlviertel, ein Motorrad, ein Traum – und ein Moment, der alles verändert. 
Heute, acht Jahre nach meinem beinahe tödlichen Rennunfall, stehe ich wieder dort, wo ich hingehöre: An das Startgatter. 

Der Tag, an dem alles stillstand..

21. März 2017.
Ein sonniger Tag, zweites Rennen der Saison.
Ich kämpfte um einen Podiumsplatz, als ich die Kontrolle verlor und mit voller Wucht gegen einen Baum prallte.
Ich wusste sofort, dass etwas Schlimmes passiert war.

Was danach folgte, klang wie mein persönlicher Albtraum:
Ein dreifach gebrochener Oberschenkel, eine durchtrennte Hauptarterie, zwei Liter Blutverlust, neun Stunden Not-OP.
Fünf Wochen Intensivstation.
18 Operationen.
Und die niederschmetternde Prognose: „Sie werden nie wieder Motorrad fahren.“

Ich dachte nicht daran, mein Leben aufzugeben!

Sieben Wochen im Krankenhausbett.
Zehn verlorene Kilo.
Monate voller Schmerzen, unzählige Rückschläge.
Zwei Jahre auf Krücken, vier Jahre ohne schmerzfreies Gehen.
Doch die Leidenschaft fürs Fahren blieb – sie war stärker als alles andere.

Ich konnte kaum gehen, aber ich wollte einfach wieder auf ein Motorrad.
Dieses Gefühl, den Motor zu hören, das war für mich Therapie. Ich musste das einfach tun.

Der lange Weg zurück

Ich kämpfte mich durch Jahre der Reha, der Operationen, der Hoffnung und Enttäuschung.
Bis 2021, als ein Arzt in Wels, Dr. Orthner, die entscheidende Operation wagte – und sie gelang.
Zum ersten Mal seit vier Jahren konnte ich wieder normal gehen.

Kurz darauf stieg ich wieder auf ein Motorrad und fühlte, das ist es wieder!

Das war der Moment, in dem ich wusste:
Ich bin zurück. Und diesmal gebe ich alles!


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